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Sven Bürki

Schreiner EFZ

Sven Bürki

Ich liebe es, etwas zu erschaffen. Der Schreinerberuf bietet mir die Möglichkeit, dies, mit den unterschiedlichsten Materialien zu tun. Natürlich arbeite ich dabei am allerliebsten mit Holz, da jedes Werkstück naturgemäss ein Einzelstück ist. 
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Schreiner Sven Bürki, erzählt über seinen Beruf
Berufsalltag

Ein typischer Arbeitstag

Morgen
07:00 Uhr
Start in den Arbeitstag

Zu Beginn des Tages tausche ich mich mit meinem Chef über die anstehenden Arbeiten und den Zeitplan dazu aus. Ich kann dann mein Programm anhand dessen selber einteilen. 

07:00 Uhr - Start in den Arbeitstag
07:30 Uhr
Massaufnahme beim Kunden

Im Gespräch mit dem Kunden oder der Kundin, erstelle ich mit ihren Ideen und Vorstellungen ein konkretes Konzept für das Möbel oder die gewünschte Arbeit. Dafür muss ich  den Verwendungszweck, die Ansprüche daran und den Standort kennen. Dabei kann ich auch viel von meinen persönlichen Vorstellungen einfliessen lassen und durch meine Erfahrungen die Kunden beraten. Schlussendlich muss ich mir genügend Skizzen machen und alle Masse notieren, sodass ich in der Firma dann den Plan erstellen kann.  

07:30 Uhr - Massaufnahme beim Kunden
09:30 Uhr
Znüni Pause

Der Schreinerberuf kann oft auch körperlich recht fordernd sein und so geniesse ich dann jeweils auch die halbe Stunde Pause, in der ich mich hinsetzen und einen Kaffee trinken kann. In einer Zwei-Mann Firma geschieht das dann auch meist mit meinem Chef zusammen. Ich schätze das sehr, weil man sich da auch mal über andere Themen als die Arbeit austauschen kann. 

09:30 Uhr - Znüni Pause
10:00 Uhr
Werkplan erstellen, Produktion

Bei einem neuen Projekt muss ich zuerst anhand meiner gemachten Skizzen und Notizen einen Werkplan für mein Möbel erstellen. Dabei wird die gesammte Arbeit schon einmal durchdacht und nebst dem Plan auch eine Materialliste geschrieben. Anschliessend kontrolliere ich, dass das nötige Material auch vorhanden ist, oder ob alfällige Bestellungen getätigt werden müssen.Nach der Planungsphase, kann ich mit der Produktion starten.  

10:00 Uhr - Werkplan erstellen, Produktion
Mittag
12:00 Uhr
Mittagspause

Meine Mittagspause verbringe ich in der Firma oder bei schönem Wetter am Bodensee den ich bequem zu Fuss erreiche. Manchmal bleibt mir in der Stunde auch noch etwas Zeit für private Projekte und Ideen.

12:00 Uhr - Mittagspause
13:00 Uhr
Notfall Einsatz

Ab und zu muss ich auch noch für einen kleinen Notfall ausrücken. Eine Tür oder ein Tor klemmt oder mein Chef ist auf einer Baustelle spontan froh um eine dritte und vierte Hand. 

13:00 Uhr - Notfall Einsatz
14:00 Uhr
Holz

Ich arbeite grösstenteils mit Massivholz. Und da sieht der Ablauf eigentlich immer recht ähnlich aus. Zuschnitt, Aushobeln, exaktes Ablängen, konstruktive Bearbeitungen, Schleifen, Oberflächenbehandlung. Diese Schritte führe ich anhand meines Arbeistablaufes durch, welcher in der Planung entstanden ist. Je nach Umfang stelle ich eine Arbeit am gleichen Tag noch fertig, oder das Projekt kann sich auch über mehrere Wochen erstrecken.  

14:00 Uhr - Holz
17:15 Uhr
Ende meines Arbeitstages

Am Ende jedes Tages führe ich über die getanen Arbeiten Rapport. Ich notiere die benötigten Stunden, sowie das Material, welches ich gebraucht habe. Dies ist zwingend notwendig, damit die Aufträge später richtig abgerechnet werden können. In meinem Beruf lassen sich Staub und Hobelspäne schlecht vermeiden. Deshalb geht mein letzter Griff in der Firma noch zum Besen, damit ich am nächsten Tag wieder an einem sauberen Arbeitsplatz starten kann.

17:15 Uhr - Ende meines Arbeitstages
Feier­abend
Berufsweg

Mein Berufsweg

2011 - 2015
Lehre als Schreiner EFZ
Schreinerei Fehlmann AG
2016
1. Platz, Schweizermeisterschaft
Möbelschreiner
2017
1. Platz, Weltmeisterschaft
Möbelschreiner
2019
Anstellung als Schreiner
Schreinerei Wieland in Steckborn
Fragen & Antworten

Fragen und Antworten, die dich interessieren könnten

1. Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Ich habe schon immer sehr gerne mit meinen Händen gearbeitet und als Kind an allerhand rumgebastelt. Der Werkstoff Holz hat mich ebenfalls schon immer fasziniert und so war die Entscheidung dann naheliegend.

Sven Bürki
2. Welche Eigenschaft muss man für diesen Beruf unbedingt mitbringen?

Technisches Verständnis und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen.

Sven Bürki
3. Was ist das Spannendste an deinem Beruf?

Als Schreiner habe ich mit einer Vielzahl von Materialien zu tun. Daraus ergibt sich dann ein unglaublich vielseitiger und auch innovativer Beruf. 

Sven Bürki
4. Was ist das Schwierigste an deinem Beruf?

Die Wünsche und Vorstellungen der Kunden richtig zu verstehen und zu deuten. Diese Person hat vielleicht ganz andere Vorstellungen von Grösse, Farbe, Gewicht oder dem generellen Aussehen eines Möbels als ich, da ich ja tagtäglich mit der Materie zu tun habe. Dessen bewusst zu sein und dann ein Möbelstück herzustellen, welches den Kunden vollends zufriedenstellt, empfinde ich als das schwierigste in meinem Beruf.

Sven Bürki
5. Wem würdest du diesen Beruf empfehlen?

Jedem der handwerklich begabt ist oder einfach gerne mit den Händen arbeitet. Kreative Menschen können sich als Schreiner ausleben und mein Beruf ist auch eine wunderbare Grundlage für Weiterbildungen oder einen verwandten Weg im Baugewerbe.

Sven Bürki
Links

Weiterführende Informationen zum Beruf von Sven Bürki: