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Nina Kahl

Goldschmiedin EFZ

Nina Kahl, 23

Ich liebe es, von Hand wunderschöne Schmuckstücke zu fertigen.
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Mi
16. Sep. 2020
9:15 Uhr
Lieblings-Stärken

Diese Lieblings-Stärken helfen mir in meinem Beruf

Kreativ

Das Wort Kreativität beschreibt die Eigenschaft eines Menschen, schöpferisch oder gestalterisch tätig zu sein. Kreativität ist nicht etwas, was allein den verschiedenen Bereichen der Kunst zuzuordnen ist. „Kreativ“ kann ein Mensch in den unterschiedlichsten Bereichen sein, z.B. beim Einrichten des eigenen Zimmers oder bei der Zusammenstellung seines Outfits.

Fantasievoll

„Fantasievolle“ Menschen haben eine grosse Vorstellungskraft. In ihrem Kopf können, ohne viel Anstrengung, immer wieder neue, gedankliche Szenarien entstehen. Mithilfe ihrer Fantasie können sie sich Begebenheiten in der Vergangenheit und Zukunft vorstellen, die so (noch) nicht passiert sind. Sie können sich auf diese Weise z.B. in Geschichten und fremde Welten hineindenken, die ausserhalb der rationalen Vorstellungskraft liegen und in denen die bekannten Naturgesetze nicht mehr gelten. Fantasieren, sich etwas ausdenken, etwas entwickeln, kann man in Form von Bildern und Sprache aber auch in Form von Logik. Das, was beim Fantasieren entsteht, beinhaltet immer auch neue Ideen.

Flexibel

„Flexible“ Menschen können sich schnell und problemlos an veränderte Umstände und Anforderungen in ihrer Umwelt anpassen. Sie sind wendig in ihren Überlegungen und beweglich in ihren Entscheidungen.

Berufsalltag

Ein typischer Arbeitstag

Morgen
07:45 Uhr
Ankunft im Atelier

Jedem Morgen richte ich meinen Arbeitsplatz ein. Dazu schalte ich diverse Geräte an und öffne die Gas- und Sauerstofffaschen die zur Lötanlage gehören.
Danach gehe ich mit meiner Lehrmeisterin die anstehenden Aufträge durch. 
Bevor ich mich an die Werkbank setze erledige ich morgendliche Routineaufgaben.

07:45 Uhr - Ankunft im Atelier
09:15 Uhr
Arbeiten am Werkbank - Löten

Ich setzte mich an meinen Werkbank und beginne mit einem Umänderungsauftrag: Bei einem Ring muss die Ringgrösse vergrössert werden.
Nachdem ich den Ring aufgesägt habe löte ich ein passendes Stück Gelbgold ein.

09:15 Uhr - Arbeiten am Werkbank - Löten
10:30 Uhr
Arbeiten am Werkbank - Feilen

Nach dem Löten und einer Kaffeepause mit dem Team bearbeite ich die Lotstelle mit einer Feile. Ich feile so lange bis man von Auge nicht mehr erkennen kann, wo die Ringvergrösserung vorgenommen wurde.

10:30 Uhr - Arbeiten am Werkbank - Feilen
Mittag
12:00 Uhr
Mittagspause

Ich mache ungefähr eine Stunde Mittagspause. Ich esse etwas und lese danach meistens noch ein Buch oder die Zeitung.

12:00 Uhr - Mittagspause
13:00 Uhr
Arbeiten am Werkbank - Polieren

Nach der Mittagspause schliesse ich die Arbeit vom Vormittag ab indem ich den vergrösserten Ring poliere. Beim Polieren muss man sich vor dem Polierstaub schützen und man bekommt ziemlich schmutzige Hände.

13:00 Uhr - Arbeiten am Werkbank - Polieren
14:15 Uhr
Skizzieren

Die zweite Aufgabe die mir meine Lehrmeisterin für diesen Tag aufgegeben hat ist Skizzieren. Eine Kundin wünscht sich Zeichnungen von einem Collier in Weissgold das mit Farbedelsteinen gefasst sein soll. Um mich zu inspirieren recherchiere ich zunächst im Internet und in Büchern. Danach beginne ich mit dem Zeichnen.

14:15 Uhr - Skizzieren
17:30 Uhr
Arbeitstag abschliessen

Ich bespreche meine Skizzen mit meiner Lehrmeisterin. Zusammen wählen wir die besten Ideen aus. Die kleinen Anpassungen die sie anmerkt werde ich am nächsten Tag in meine Zeichnungen einarbeiten. Nach der Besprechung räume ich den Zeichnungstisch und meine Werkbank auf, Stelle alle Geräte ab, stelle sicher dass das Atelier abgeschlossen ist und mache mich auf den Heimweg. 

17:30 Uhr - Arbeitstag abschliessen
Feier­abend
Berufsweg

Mein Berufsweg

2004 - 2014
Unter- & Oberstufe
in Goldach
2014 - 2018
Lehre als Goldschmiedin EFZ
Gut AG St.Gallen
2018
1. Platz, Schweizermeisterschaft
Goldschmiedin, Bereich Technik
2018
3. Platz, Schweizermeisterschaft
Goldschmiedin , Bereich Design
2019
Teilnahme Weltmeisterschaft
Goldschmiedin
2020
Anstellung als Atelierchefin
Gut AG St.Gallen
Fragen & Antworten

Fragen und Antworten, die dich interessieren könnten

1. Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Während der Schulzeit lagen meine Stärken vor allem in den handwerklichen und mathematischen Fächern. In der Freizeit zeichnete ich gerne und das genaue Arbeiten lag mir. Der Beruf des Goldschmieds verband meine schulischen und privaten Stärken und Vorlieben.

Nina Kahl
2. Welche Eigenschaft muss man für diesen Beruf unbedingt mitbringen?

Gute Feinmotorik, ein genaues Auge, Ausdauer, Liebe zum Detail und zur Materie sowie Geduld.

Nina Kahl
3. Was ist das Spannendste an deinem Beruf?

Der Beruf des Goldschmiedes ist ein Jahrhunderte altes Handwerk, das sich zwar im Laufe der Zeit modernisiert, sich aber in den Grundzügen nicht verändert hat. Das Verarbeiten von edlen Metallen und Steinen, mit den verschiedensten Techniken, ist jedes Mal aufs Neue aufregend. Ein Schmuckstück vom Entwurf bis zur Fertigstellung von Hand anfertigen zu können, wird für mich immer die Faszination an meinem Beruf sein.

Nina Kahl
4. Was ist das Schwierigste an deinem Beruf?

Eine Herausforderung ist sicher das genaue Arbeiten. Als Goldschmied arbeitet man von Hand im Hundertstelmillimeterbereich. 

Als schwierig könnte man auch die "Lohngeschichte" bezeichnen. Für mich war das nie ein Minuspunkt, aber man muss sich bewusst sein, dass man während der Lehre zum Goldschmied und auch danach nicht gleich viel verdient, wie andere es vielleicht tun.

Nina Kahl
5. Wem würdest du diesen Beruf empfehlen?

Jedem der Freude hat mit den Händen zu arbeiten und kreativ ist.

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Weiterführende Informationen zum Beruf von Nina Kahl:

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